Animal Kingdom – The Looking Away

Kennt man die?
Wenn man einen Fernseher besitzt, ja. VIVA (ja, die scheint es noch zu geben) nutzte Wochenlang das Intro von „Strange Attractor“, um für sein Programm zu werben.

Und das Album?
Du wachst auf. Du bist auf einer einsamen Insel. Gestrandet. Ohne Orientierung und ohne Ahnung, wie du hierhin gekommen bist. Da ertönt von irgendwo weit her eine vertraute Melodie und eine androgyne, zerbrechliche Stimme führt dich. „You and I just holding hands / As the wave takes back the land / Hold me closer I will wait / Don’t let go“
Es gibt Alben, die legt man nach dem ersten Hören zu den Akten. Urteil gefällt, ab dafür. Und dann gibt es Zufälle, wie den überraschenden Auftritt dieser Band als Vorgruppe von Frightened Rabbit. Und dann wundert man sich: Wie konnte man dieses Album nur so unterschätzen?

Melodie reiht sich an Melodie, Ohrwurm an Ohrwurm. Überall fließt Honig durch das Schlaraffenland, an den Bäumen hängt Zuckerwatte. Aber du weißt, irgendwo hier versteckt sich ein dunkles Geheimnis, denn das bedrohliche Element schwingt immer mit.

Killersongs?
The Wave / Get Away With It

Klingt wie?
Gelb-rote Blätter, Sonnenstrahlen, dicker Schal. Der perfekte Herbstsoundtrack. Zumindest wenn du dich auf einer Insel befindest. Wäre ein toller Soundtrack für „Where The Wild Things Are“ gewesen, kommt nur ein paar Jahre zu spät.

Wertung?
Irgendwo eingereiht zwischen Dreampop und Indierock gelingt ein starkes Debüt.
7,0

Animal Kingdom – Strange Attractor

Tracklist
1. The Wave
2. Get Away With It
3. Strange Attractor
4. Straw Man
5. Skipping Disc
6. Glass House
7. The Art Of Tuning Out
8. White Sparks
9. Everything At Once
10. Alone Together

Live
19.10. Berlin, Astra Kulturhaus, w/ Maximo Park
21.10. Hamburg, Grosse Freiheit, w/ Maximo Park
23.10. Frankfurt, Gibson Club, w/ Maximo Park
27.10. Köln, Live Music Hall, w/ Maximo Park

Links
http://www.weareanimalkingdom.com
https://www.facebook.com/animalkingdommusic