Sizarr – Psycho Boy Happy

Kennt man die?
Bisher noch nicht. Das soll sich aber schnell ändern. Gelten als „The Next Big Thing“ und werden hoffentlich nicht als eben solches durchs Dorf getrieben. Bisher haben sie sich knapp unter der Oberfläche des Durchbruchs gehalten, mit dem Debütalbum „Psycho Boy Happy“, das vor einer Woche erschienen ist, sollte die Grenze überwunden werden.

Und das Album?
„Psycho Boy Happy“ enthält alle Zutaten eines guten Albums. Der Sound klingt innovativ, wenngleich er sich irgendwo zwischen Elektro, Pop, Indie und Rock einordnet. Aber die Mischung macht es mal wieder. Während „Mulo“ mit schmachtend klebrigem 80er-Gesang punktet, ertönen die Fanfaren zu „Boarding Time“ und puschen den Song bis an seine flehenden Grenzen. Die Band spielt mit den Melodien, akzentuiert den Rhythmus an den richtigen Stellen und überrascht bei jedem Skip. So wird „Purple Fried“ mit Hip-Hop-artigen Weltbeats eingeleitet, um im Refrain die große Geste zu zeigen. „Tagedieb“ dagegen als pompöses Gegenstück.

Killersongs?
„Purple Fried“ – siehe oben
„Boarding Time“ – die erste Single ist gut gewählt, wird sich bewähren auf den Tanzflächen der hiesigen Indiediskotheken.

Klingt wie?
Das weiß man nicht so genau. In der Mischung klingt „Psycho Boy Happy“ sehr neu, sehr frisch und sehr unverbraucht. Und das obwohl die Gruppe aus der Pfalz kommt. Sowas aber auch. Hallo Hurts! So geht geile Musik.

Wertung?
Ein gegensätzliches, gutes Album. Überraschend, abwechslungsreich. Wenn jeder Song ein Ohrwurm ist, kann man wohl getrost von einem tollen Album sprechen. Machen wir ab jetzt auch.
8,5/10

Tracklist
1. Run Dry
2. Boarding Time
3. Blade
4. P.B.E.W.
5. Tagedieb
6. Cat Mountaineer
7. Icy Martini
8. Mushin’
9. Word Up
10. Purple Fried
11. Mulo
12. Pocket Walt

Live
17.10.2012 – Nürnberg- MUZ
22.10.2012 – München- Atomic Cafe
23.10.2012 – Stuttgart- Club Schocken
26.10.2012 – Frankfurt- Zoom
27.10.2012 – Köln- Gebäude9
29.10.2012 – Hamburg- Uebel&Gefahrlich
30.10.2012 – Hannover- Weidendamm
31.10.2012 – Berlin- Introducing
01.11.2012 – Leipzig- Centraltheater
02.11.2012 – Dresden- Puschkin
03.11.2012 – Heidelberg- Karlstorbahnhof

Links
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