Two Door Cinema Club – Beacon

Kennt man die?
Bevor Casper, Cro und Consorten (ja ich weiß, aber das C passt so schön) die Bühne betraten und den Weg für den leicht zugänglichen Indie-HipHop freimachten, hatte der gemeine deutsche Musikteenager andere Helden. Locker, leichte Melodien und ein paar schmissige Gitarren, im Idealfall von einer reinen Männerkombo. Two Door Cinema Club (im Folgenden: TDCC) gehören eindeutig in das damalige Anforderungsprofil. Die gerade beendete und ausverkaufte Tour zeigt, dass die Briten dennoch am Puls der Zeit agieren.

Und das Album?
Im Vorfeld war ständig die Rede davon, dass TDCC als Indie(!)-Band beim Electronic(!)-Label Kitsuné unter Vertrag stehen. Standen sie aber auch schon beim ersten, nur hat es da niemanden interessiert. Weil jetzt aber der Synthesizeranteil deutlich nach oben korrigiert wurde, tritt damit auch dieses Detail in den Vordergrund. Was sich zudem festhalten lässt, sind die leicht aufgebrochenen Songstrukturen. Nicht jeder Song kommt mit dem Schema Verse/Chorus/Vers daher.

Killersongs?
Sun
Settle

Klingt wie?
Trotzdem wie das erste Album. Muss ja nicht schlecht sein. Warum ändern, was gut ist und funktioniert.

Wertung?
Vielleicht in der Konsequenz nicht ganz so stringent wie das Debüt, aber auch nicht wirklich schlechter.
6,5

Two Door Cinema Club – Sleep Alone auf tape.tv

Live
04.03.13 – Münster, Skaters Palace
05.03.13 – Hamburg, Docks Hamburg
08.03.13 – Stuttgart, LKA-Longhorn
09.03.13 – Bremen, Modernes

Links
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